Dr. med. Peter Liffler

 

Begleitete Selbstanwendung und Fortbildung in Systemischer Hyposensitivierung (S/F-SHS)

Unter Sensibilität (Empfindsamkeit) versteht man in der SHS die intensive, tiefergehende, länger andauernde und zuverlässige Wahrnehmung und Verarbeitung der Wirklichkeit.

Unter Sensitivität (Empfindlichkeit) versteht man die Sensorische Verarbeitungsempfindlichkeit (Sensory Processing Sensitivity, SPS), umgangssprachlich Hochsensitivität, d. h. die unangemessene Reaktion auf einen an sich harmlosen Reiz.

 

Seit mehr als 20 Jahren gibt es hunderte wissenschaftliche Untersuchungen zu hochsensitiven Persönlichkeiten. Abhängig von der Ausprägung der SPS zeigen diese Menschen häufiger Angststörungen, Depressionen und eine verminderte Belastbarkeit. Auch der Zusammenhang mit typischen Erkrankungen wie Neurodermitis und ADHS gilt als nachgewiesen.

 

Die gesundheitlichen Störungen entstehen also nicht durch Stress, sondern durch die überempfindliche Wahrnehmung. Stress verstärkt die Sensitivität. Zu diesem Ergebnis kam eine multizentrische Studie von 22 Experten (Dalgard, 2015).

 

Mindestens 30 bis 40 %, d. h. mehr als 30 Millionen Deutsche, leiden unter SPS. Die SHS verfolgt das Ziel, sensitive Menschen schrittweise wieder zu mehr innerer Stabilität, Selbstsicherheit und gesunder Sensibilität zurückzuführen. Ergänzend kann in bestimmten Fällen eine entwöhnende medikamentöse Behandlung (EmB) sinnvoll sein.

 

Inzwischen wurden mit der Begleiteten Selbstanwendung (BSA) und Fortbildung der SHS (S/F-SHS) flexible kostengünstige Möglichkeiten entwickelt.

 

Die bisherige 6-monatige Online – SHS mit wöchentlichen Video-Chats entfällt.