Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker für Psychotherapie können die Systemische Hyposensitivierung (SHS) im Rahmen einer Fortbildung erlernen.
Mit Vorlage des unterzeichneten Vertrages über die Nutzung des Buchmanuskripts (siehe unter „Verträge“) erhalten Sie das vollständige Manuskript des Buches:
Der Verlust des Gleichgewichts – Die modernen Volkskrankheiten
Die Fortbildung erfolgt grundsätzlich im Selbststudium auf Grundlage der Lektüre des Buches.
Die Basisdiagnostik (BD) sowie die Verlaufsbeobachtung sind für die Fortbildung grundsätzlich nicht verpflichtend.
Nicht wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eigene Erfahrungen mit Sensitivität, leiden unter Angststörungen, depressiven Verstimmungen, verminderter Belastbarkeit sowie atopischen Erkrankungen oder Allergien.
In diesen Fällen kann die freiwillige Durchführung der Basisdiagnostik sowie eine begleitende Verlaufsbeobachtung sinnvoll sein.
Die Selbsterfahrung ist häufig ein Vorteil. Mit der zurückgewonnenen Sensibilität verfügen die Teilnehmenden über ein vertieftes Verständnis für ihre Klientinnen und Klienten und besitzen einen besonderen Vertrauensbonus.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne Hinweise auf eigene Belastungen oder erhöhte Sensitivität können auf Basisdiagnostik und Verlaufsbeobachtung verzichten.
Ziel der Fortbildung ist die Vermittlung der theoretischen Grundlagen, diagnostischen Überlegungen sowie der praktischen Anwendungsmöglichkeiten der SHS.
Wissenschaftliche Publikationen und Sachbücher gelten häufig bereits nach wenigen Jahren als überholt.
Auch mein zuletzt im Jahr 2020 erschienenes Buch Sensible Seele – Sensibler Körper, das von vielen Eltern noch heute als Leitfaden betrachtet wird, ist in zahlreichen Bereichen inzwischen überholt.
So werden heute nebenwirkungsarme Medikamente wie die Bolus-alba-Serie in Apotheken nicht mehr angeboten, weil sich gesetzliche Anforderungen verändert haben. Rezepturen müssen inzwischen dieselben Anforderungen erfüllen wie industrielle Arzneimittelprodukte.
50 g Bolus alba olivarum kosteten vor zehn Jahren etwa fünf Euro – heute nahezu das Zehnfache.
Ich habe mich deshalb entschieden, mein neues Buch nicht in klassischer Form zu veröffentlichen, sondern es Interessierten im Rahmen einer eingeschränkten Nutzung zur Verfügung zu stellen.
Die Nutzer erhalten stattdessen in vierwöchigen Abständen Aktualisierungen, die dem aktuellen Forschungsstand entsprechen. Auch Verbesserungsvorschläge können dabei berücksichtigt werden.
Mit diesem Buch verfolge ich das Ziel, die zunehmende Verbreitung moderner Volkskrankheiten in einem größeren biologischen, psychologischen, historischen und gesellschaftlichen Zusammenhang verständlich zu machen.
Viele Erkrankungen wie atopische Dermatitis, Neurodermitis, Allergien, Angststörungen, depressive Verstimmungen oder ADHS werden häufig isoliert betrachtet und einzelnen Fachgebieten zugeordnet. Dieses Buch geht dagegen der Frage nach, ob zwischen diesen Entwicklungen gemeinsame neurobiologische und psychosoziale Zusammenhänge bestehen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterscheidung zwischen Sensibilität (gesunder Empfindsamkeit) und Sensitivität (krankmachender Empfindlichkeit bzw. erhöhter Sensorischer Verarbeitungsempfindlichkeit, SPS). Ziel ist es zu erklären, wie sich ursprünglich hilfreiche Eigenschaften wie Empathie, Verantwortungsgefühl und intensive Wahrnehmung unter anhaltender Überforderung schrittweise zu erhöhter Reizempfindlichkeit, Unsicherheit, Ängsten und verminderter Belastbarkeit entwickeln können.
Zur Einordnung dieser Entwicklungen werden im ersten Teil des Buches historische und philosophische Hintergründe dargestellt. Etwa 150 Jahre nach den prägenden Thesen von René Descartes entwickelte sich mit dem „Zeitalter der Empfindsamkeit“ eine Gegenbewegung zu einem rein rationalen Menschenbild. Empfindsamkeit, Mitgefühl und emotionale Wahrnehmung gewannen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig wurden diese Entwicklungen immer wieder durch politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen beeinflusst.
Das Buch beschäftigt sich außerdem mit der Frage, welchen Einfluss dauerhafte Überforderung, Unsicherheit, Angst, Reizüberflutung und chronische Alarmbereitschaft auf das Nervensystem und die vegetative Regulation haben können. Dabei werden insbesondere neurobiologische Zusammenhänge zwischen Gehirn, Nervensystem, Immunsystem und Haut dargestellt.
Seit mehr als 20 Jahren gibt es Hunderte wissenschaftliche Untersuchungen zu gesundheitlichen Risiken der Sensorischen Verarbeitungsempfindlichkeit (Sensory Processing Sensitivity, SPS). Viele dieser Arbeiten weisen darauf hin, dass mit zunehmender Ausprägung der SPS häufiger Angststörungen, depressive Verstimmungen sowie eine verminderte psychische und körperliche Belastbarkeit auftreten.
Nach Ergebnissen umfangreicher RKI-Analysen entwickeln etwa 30 % der Deutschen im Verlauf ihres Lebens Erkrankungen des atopischen Formenkreises, rund 50 % mindestens eine Allergie, etwa 22 % depressive Verstimmungen und rund 14 % Angststörungen.
Dabei erkranken nicht ausschließlich sensitive Persönlichkeiten selbst. Insbesondere sensitive Eltern übertragen Angst-, Unsicherheits- und Stressmuster häufig unbewusst auf ihre Kinder. Diese wachsen dadurch nicht selten in einem Zustand erhöhter vegetativer Alarmbereitschaft auf.
Auf Grundlage jahrzehntelanger klinischer Erfahrung wurde daraus das Konzept der Systemischen Hyposensitivisierung (SHS) entwickelt. Die SHS verfolgt das Ziel, sensitive Menschen schrittweise aus chronischer Übererregung zurück zu mehr Selbstsicherheit, Eigenverantwortung, Belastbarkeit und gesunder Sensibilität zu führen. Unter dieser Stabilisierung gelingt häufig auch die entwöhnende medikamentöse Behandlung (EmB).
Das Buch soll deshalb nicht nur Wissen vermitteln, sondern Betroffenen, Eltern sowie medizinischen und therapeutischen Berufsgruppen helfen, Krankheitsentwicklungen besser zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen und neue Wege der Prävention und Behandlung zu diskutieren.
Das Werk umfasst derzeit etwa 270 Seiten und wird regelmäßig an neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Entwicklungen angepasst.
Die bisherige sechsmonatige Online-SHS war häufig zu kurz. In den wöchentlichen Video-Chats konnten meist nur die wichtigsten Zusammenhänge besprochen werden. Für viele Teilnehmer reichte dieses Wissen nicht aus, um Denk- und Verhaltensmuster dauerhaft zu erkennen, einzuordnen und zu verändern.
Das unbefristete Fernstudium ermöglicht dagegen eine wesentlich längere und tiefere Auseinandersetzung mit den umfangreichen Inhalten der SHS. Zusammenhänge können mehrfach gelesen, in Ruhe überdacht und schrittweise verstanden werden. Gerade sensible und sensitive Menschen benötigen häufig mehr Zeit, um neue Erkenntnisse emotional und kognitiv zu verarbeiten.
Ein besonderer Vorteil des Fernstudiums besteht darin, dass auch komplexe Themen ausführlicher behandelt werden können, die in zeitlich begrenzten Beratungen oder Fortbildungen oft zu kurz kommen. Dazu gehören insbesondere:
Das Fernstudium bietet außerdem den Vorteil, dass Inhalte nicht nur theoretisch gelernt, sondern über längere Zeit beobachtet und nachvollzogen werden können.
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichten im Verlauf der Fortbildung über eigene Erfahrungen mit Sensitivität, Erschöpfung, Stressfolgen, atopischen Erkrankungen oder Ängsten. Für diese Teilnehmer kann das Fernstudium gleichzeitig eine Form der Selbsterkenntnis darstellen. Eigene Denk-, Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster werden häufig deutlicher erkannt und besser verstanden.
Andere Teilnehmer nutzen die Fortbildung dagegen ausschließlich zur Erweiterung ihres fachlichen Wissens, ohne selbst betroffen zu sein. Auch in diesen Fällen ermöglicht das längere Selbststudium ein vertieftes Verständnis der SHS und ihrer theoretischen Grundlagen.
Ein weiterer Vorteil besteht im geschützten Rahmen des Lernens. Viele sensitive Menschen empfinden Scham, Unsicherheit oder Angst vor Bewertung. Das Selbststudium erlaubt eine ruhige und selbstbestimmte Auseinandersetzung ohne Zeitdruck, Rechtfertigungsdruck oder soziale Erwartungen.
Das Fernstudium verfolgt deshalb nicht allein das Ziel der Wissensvermittlung. Es soll – abhängig von der persönlichen Situation – entweder die eigene Entwicklung unterstützen oder ein tieferes diagnostisches und therapeutisches Verständnis der SHS ermöglichen.
Die unbefristete Form des Fernstudiums eröffnet damit die Möglichkeit, sich langfristig ein umfassenderes Verständnis von Sensitivität, ihren Folgen sowie den Grundlagen der Systemischen Hyposensitivierung zu erarbeiten.
Sollten sich während der Lektüre Fragen ergeben, biete ich persönliche Beratungen im Rahmen von Video-Chats. Anmeldung unter Angabe der Fragen per Mail an: [email protected]
Beispiele:
Kosten der Praxisanleitungen: 36 Euro/ 20 Minuten (Ziffer 3 GOÄ, Ausführliche Beratung, 3.5-facher Satz)
Quellennachweis:
In Ihren eigenen Skripten und Publikationen geben Sie bitte am Ende von Zitaten folgende Quelle an:
(P. Liffler, Das verlorene Gleichgewicht – Die modernen Volkskrankheiten, Seite, unpublished, Datum des Updates)
Das Nutzungsrecht ist nicht befristet.
Auch wenn die Basisdiagnostik und die Verlaufsbeobachtung nicht in Anspruch genommen wurden, sind beide Themen Gegenstand der Prüfung. Abgefragt werden nur die entsprechenden Inhalte der Selbstbehandlung S-SHS.
Sie melden sich zur Prüfung per Mail und erhalten zum vereinbarten Termin die Fragen.
Wenn Sie 60 % der 60 Multiple- Choice-Fragen innerhalb einer Stunde richtig beantwortet haben, gilt die Prüfung als bestanden und Sie erhalten ein Fortbildungs-Zeugnis.
Kosten der F-SHS:
Nutzungsrecht 350.00 Euro (zzgl. 7 % MwSt 24.50 Euro)
Prüfungsgebühr 300,00 Euro ( zgl. 7 % MwSt 21.00 Euro)
Abrechnung
Die Beratung orientiert sich methodisch an verhaltenstherapeutischen Verfahren.
Je nach Qualifikation, Zulassung und den jeweils geltenden Vorgaben der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung kommen insbesondere folgende Abrechnungsziffern der Verhaltenstherapie in Betracht:
• EBM-GOP 35421 – Verhaltenstherapie, Kurzzeittherapie 1 (KZT 1)
• EBM-GOP 35422 – Verhaltenstherapie, Kurzzeittherapie 2 (KZT 2)
• EBM-GOP 35425 – Verhaltenstherapie, Langzeittherapie (LZT)
• GOÄ -Ziffer 870 Verhaltenstherapie
Die konkrete Abrechnung erfolgt entsprechend der jeweils geltenden berufs- und vertragsarztrechtlichen Bestimmungen.
Ziel der Beratung
Die Beratung richtet sich primär an die Eltern, insbesondere an die Mutter als wichtigste Bezugsperson des Kindes.
Ziel ist die Veränderung belastender Denk-, Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster im familiären Umfeld, um die Entwicklung des Kindes positiv zu beeinflussen.
Methodisches und didaktisches Vorgehen
Die Beratung erfolgt nach dem Konzept der Systemischen Hyposensitivisierung (SHS) im Rahmen von durchschnittlich 40-minütigen Video-Chats.
Grundlage sind die Kapitel des Buches: „Das verlorene Gleichgewicht – Die modernen Volkskrankheiten“
Kapitel 1–6: Historische Grundlagen
- Vermittlung der wesentlichen Kernaussagen in komprimierter Form.
- Umfang: 1 Termin
Kapitel 7–11: Atopische Dermatitis, ADHS und Allergien
- Darstellung der Zusammenhänge zwischen familiären Einflüssen, kindlicher Entwicklung und Krankheitsverlauf.
- Umfang: 3 Termine
Kapitel 12–18: Schwerpunkt der Online-SHS
- Praktische Umsetzung der Systemischen Hyposensitivisierung mit individueller Anleitung, Verlaufsbeobachtung und Besprechung der Hausaufgaben.
- Umfang: 6 Termine
Abrechnung
Die Beratung orientiert sich methodisch an verhaltenstherapeutischen Verfahren.
Je nach Qualifikation, Zulassung und den jeweils geltenden Vorgaben der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung kommen insbesondere folgende Abrechnungsziffern der Verhaltenstherapie in Betracht:
• EBM-GOP 35421 – Verhaltenstherapie, Kurzzeittherapie 1 (KZT 1)
• EBM-GOP 35422 – Verhaltenstherapie, Kurzzeittherapie 2 (KZT 2)
• EBM-GOP 35425 – Verhaltenstherapie, Langzeittherapie (LZT)
• GOÄ -Ziffer 870 Verhaltenstherapie
Die konkrete Abrechnung erfolgt entsprechend der jeweils geltenden berufs- und vertragsarztrechtlichen Bestimmungen.
Methodisches und didaktisches Vorgehen
Die Beratung erfolgt nach dem Konzept der Systemischen Hyposensitivisierung (SHS) im Rahmen von durchschnittlich 40-minütigen Video-Chats.
Grundlage sind die Kapitel des Buches: „Das verlorene Gleichgewicht – Die modernen Volkskrankheiten“
Kapitel 1–6: Historische Grundlagen
- Vermittlung der wesentlichen Kernaussagen in komprimierter Form.
- Umfang: 1 Termin
Kapitel 7–11: Atopische Dermatitis, ADHS und Allergien
- Darstellung der Zusammenhänge zwischen früher Entwicklung, Sensitivität und Krankheitsverlauf.
- Umfang: 3 Termine
Entscheidung über den Verlauf fällt im Kindesalter
- Analyse der individuellen Entwicklungsgeschichte und ihrer Bedeutung für die aktuelle Symptomatik.
- Umfang: 3 Termine
Kapitel 12–15: Schwerpunkt der Online-SHS
- Praktische Umsetzung der Systemischen Hyposensitivisierung mit individueller Anleitung, Verlaufsbeobachtung und Besprechung der Hausaufgaben.
- Umfang: 8 Termine
Nach jeder Sitzung werden die Veränderungen anhand der SHS-Verlaufsbögen dokumentiert. Die Verlaufsbögen dienen der Verlaufskontrolle, der Reflexion der Hausaufgaben sowie der gemeinsamen Bewertung des Therapiefortschritts.
Dr. Peter Liffler
Fasanenweg 19a
23769 Fehmarn OT Petersdorf
Email: [email protected]
Tel.: +49 (0) 160 90 91 89 92